„Mehr Mut“ – AG DOK-Panel DOK-Leipzig 2016

  • 3. November 2016
TEILEN

Zu viel Formatierung

Weitgehender Konsens herrschte auf dem Podium bei der Feststellung, dass es zu viel enge Formatierung und zu wenig Mut für offene Produktionen gebe, zudem werde zu viel Geld in seichte Ablenkung statt in anspruchsvolles Fernsehen investiert.

„Ernsthaftigkeit“ statt Emotionalisierung

Der erkennbaren Tendenz zur Fiktionalisierung der Wirklichkeit setzte Bettina Braun den Begriff der „Ernsthaftigkeit“ entgegen: Emotionalisierung sei in ihren Filmen kein Selbstzweck, sondern sie resultiere aus dem Einfangen authentischer Momente. In ihren Filmen „menschle“ es zwar auch, „aber ich hoffe, glaubwürdig“. In der Zusammenarbeit mit Sender-Redaktionen habe sie keine schlechten Erfahrungen gemacht, da die Probleme vor allem struktureller Art seien, so etwa, dass Redaktionen häufig kaum mehr selbst Entscheidungen treffen könnten, und in den Sendern oft nicht verstanden werde, dass es nicht nur um Themen als solches gehe, sondern auch um eine bestimmte Art, eine Haltung, diese dann auch zu erzählen.

DER GESAMTE ARTIKEL

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Verwandte Beiträge

LETs DOK NRW
  • 1. Oktober 2025

LETs DOK NRW

Die bundesweiten Dokumentarfilmtage LETs DOK sind eröffnet! Für NRW haben Anna Sowo Könning und LaDOC-Mitglied Caroline Nokel 2025 zum ersten Mal LETs DOK kuratiert. In Wuppertal, Bochum, Dortmund, Eitorf und Köln präsentieren sie bis zum 15. Oktober insgesamt zehn Veranstaltungen: Filmscreenings mit Gästen, Gespräche und eine Kombi aus… Read More

Es lebe die Demokratie!
  • 19. Juni 2021

Es lebe die Demokratie!

Vom 18.06 - 28.06.21 hängt in Köln an 20 Orten der Artikel 3 des Grundgesetzes als Plakat im Großformat. Eine Aktion, entworfen und initiiert von LaDOC-Mitglied Carolin Schmitz. Read More